Kammerspiele

Kammerspiele Nr. 1

Kammerspiele Nr. 2

Kammerspiele Nr. 3

Kammerspiele Nr. 4

Kammerspiele Nr. 5

Kammerspiele Nr. 6

Kammerspiele Nr. 7

Kammerspiele Nr. 8

Kammerspiele Nr. 9

Kammerspiele Nr. 10

Kammerspiele Nr. 11

Kammerspiele Nr. 12

Kammerspiele Nr. 13

Kammerspiele Nr. 14

Kammerspiele Nr. 15

Kammerspiele Nr. 16

Kammerspiele
Ausgangspunkt des Projekts war eine intensive Auseinandersetzung mit einer Facette der Langzeitbelichtung: Die Möglichkeit, dieselbe Person mehrfach in einem Bild erscheinen zu lassen, führte zu einer Reihe von Selbstporträts mit dem Ziel, innere Zustände sichtbar zu machen. Aus den dabei gewonnenen Erfahrungen entstand die Idee, die Technik im Rahmen eines fotografischen Experiments für dialogische Porträts zu nutzen. Dabei habe ich mich für die Arbeit mit Jugendlichen zwischen 13 und 16 Jahren entschieden, eine Altersgruppe, in der Selbstinszenierung und Selbstfindung eng miteinander in Verbindung stehen.

Das Setting: ein Studio als Bühne, acht Jugendliche und die Vorgabe, der eigenen Person in jeweils zwei selbst erdachten Szenen gegenüberzutreten. Die fotografische Umsetzung als Langzeitbelichtung sorgt für einen verdichteten Entstehungsprozess und lässt Spuren der Bewegung sichtbar bleiben.

Ob die Ergebnisse dieser „Kammerspiele“ innere Dialoge, Konflikte, Wünsche, Erfahrungen oder Fantasien zeigen, muss offen bleiben. Für mich scheinen sie in jedem Fall Jean Baudrillard zu bestätigen: „Denn die Illusion steht nicht im Widerspruch zur Realität, sie ist nur eine andere, subtilere, die die erste mit dem Zeichen ihres Verschwindens umhüllt.“