Im Angesicht

Frisch abgetrennter Kopf eines Bullen

Fotoserie

Im_Angesicht

Im_Angesicht

Geflügelschlachtung

Position 13

Schlachtraum mit HalbierungssŠge; Spezialisierung auf Pferde- und Rinderschlachtung

Schlachthof

Bolzenschusgerät

RŠucherwagen

FliessbandkreissŠge im Zerlegebereich

Julia Unkel

IM ANGESICHT
In meiner Arbeit mit dem Titel „Im Angesicht“ widme ich mich verschiedenen Aspekten der Fleischindustrie.Dabei bediene ich mich der Dokumentarfotografie, um Einblicke hinter die Kulissen einer Schlachterei zu erlangen und diese, mit der Betonung auf einzelne Teilbereiche, wiederzugeben.Es geht um eine realitätsnahe Fotografie in den Genres der Interieur-, Still Life und Portraitfotografie.Der Reiz der Arbeit besteht für mich darin das Thema „Schlachthöfe“ zu behandeln, ohne den eigentlichen Prozess des Schlachtens zu zeigen. Mein Ziel ist es das Umfeld des Geschehens zu visualisieren, dabei aber auf jegliche Wertung zu verzichten. Fleischstücke oder auch lebendige Tiere kommen, zumindest in der gängigen Form, nicht vor.

Die frisch abgeschnittenen Tierköpfe spiegeln eine Ruhe wider. Sie sehen aus als befänden sich die Tiere in einem Zustand zwischen Leben und Tod. Die Räume wirken clean, steril und aufgeräumt. So überlasse ich dem Betrachter seiner Vorstellungskraft. Die mehr oder weniger blutbefleckte Kleidung der Angestellten (Portraits) lässt deren Beschäftigung erahnen, dennoch erscheinen diese nicht unsympathisch.

Die Darstellung der Motive zeigt sich überwiegend hell und entsättigt. So wird die Sterilität der Aktionen in praktischer, aber auch in emotionaler Sicht zusätzlich betont.

FACING
The series Throughout the book project, titled “facing“ (original: „im Angesicht”), I am dealing with different aspects of the meat industry.I am using documentary photography to take a glimpse behind the scenery of slaughterhou- ses and to further emphasize certain parts of it. This happens through the genres of interior-, still life- and portrait photography.
What attracted me to work on this theme was to actually deal with the theme “slaughter- houses” without showing the process of the slaughter. My target is to visualize the surroun- dings of the event, but to renounce any type of assessment. Pieces of meat or even living animals do not (at least in the common way) take part. The freshly chopped heads of the creatures reflect a certain type of calmness. They look as if they were standing somewhere between life and death. The rooms look sterile and cleaned up. Through this I am entrusting the viewer with his imagination. The more or less bloody clothes of the workers (portraits) make the viewer suggest their occupation, but do not keep him from feeling sympathy for them.The representation of the motives is mostly light and color-reduced. This emphasizes the ste- rility of the actions in a practical, but also in an emotional way.